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iPad-Betrug? Sammelklage: iPad ist nicht „wie ein Buch“

4. 8. 2010 · 6 Reaktionen

Während in Deutschland irreführende Werbung eher ein Kavaliersdelikt zu sein scheint wurde in den USA nun eine Sammelklage erhoben gegen Apple wegen dem iPad. Die Konsumenten wehren sich gegen die ihrer Meinung irreführende Behauptung von Apple das iPad sei „wie ein Buch“ und würde lesen ähnlich wie bei echten Büchern erlauben.

Sehen wir und doch mal den Original-Text der deutschen iPad Seite an. Unter dem Titel „Großer Lesespaß“ steht da tatsächlich:

Lesen auf dem iPad ist wie ein Buch lesen: Du hältst das iPad wie ein Buch. Du blätterst wie in einem Buch. Mit deinen Händen – wie bei einem Buch. Auf dem hochauflösenden Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung sieht jede Seite toll aus. Mit leuchtenden Farben, schönen Bildern und gestochen scharfem Text wird das Lesen zum reinsten Vergnügen. Auch Lesen in schlecht beleuchteten Umgebungen ist kein Problem, denn die Hintergrundbeleuchtung lässt sich entsprechend anpassen.(…)

Die Kläger monieren, dass nirgends gewarnt wird der iPad-Bildschirm sei bei direkter Licheinstrahlung nicht ablesbar. Auch wird beanstandet, das das iPad sich bei normalen Temperaturen überhitze und anders als ein Buch dann abschalten würde.

Ich habe kein iPad. Auch lauten die meisten Kommentare von Apple-Fans auf Blogs in etwa wie folgt:

„Nur ein Idiot würde der Apple-Werbung glauben, natürlich ist das iPad kein Buch.“

Die Klage sei alles sinnlos.

Wie sind Eure Erfahrungen?

  1. Lassen sich auf dem iPad Bücher lesen draussen im Park oder im Cafe?
  2. Überhitzt sich das iPad beim Lesen?
  3. Schaltet sich das iPad bei Überhitzung von selbst ab?

Kurzum: Ist das iPad zum Lesen geeignet oder glauben nur Idioten daran? Oder ist das vielmehr Betrug das iPad als Lesegerät anzupreisen?

Naja, wie auch immer, das Adam Tablet wird das Lesen unterwegs weit besser ermöglichen. Das steht fest, denn die neuartige Pixel-Qi technologie ermöglicht Display ablesen auch im grellen Licht.

Via Mediabistro.

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Tags: Alternative · Design · Tablets, Netbooks

6 Reaktionen ↓

  • 1 Interpad Android Tablet: Dünner, billiger und offener als iPad // 6. 8. 2010 um 13:41

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  • 2 Alexander Trust // 7. 8. 2010 um 00:02

    Also ich habe ein iPad, und benutze es sehr regelmäßig, einfach weil mein Arbeitsumfeld das verlangt. Rezensionen zu iPad-Apps zu schreiben macht keinen Sinn, wenn man das Device nicht hat.

    Worauf Apple wohl anspielen wollte ist, dass man ungefähr die Größe eines Buchs erreicht, und mit dem Finger dieses Umblättern erreicht, ob das nun 1 zu 1 wie ein Buch ist, darüber können meinetwegen die Gerichte streiten.

    Clevere Computer schalten das System ab, wenn die Komponenten überhitzen. Deine Grafikkarte tut dies auch, und es gibt Betriebssysteme aber auch externe Software, die Festplatten oder CPUs abschaltet, wenn die Temperatur einen gefährlichen Punkt erreicht. Das ist nur im Sinn des Erfinders, bzw auch des Nutzers, weil er ansonsten mit einem Scherbenhaufen zurückbleiben würde. Allerdings habe ich bislang noch keine App gehabt, die trotz vielleicht 6, 8 Stunden Dauerspielens eines Egoshooters oder dergleichen dazu geführt hat, dass das iPad überhitzte und sich abschaltete.

    Dies ist vielleicht tatsächlich ein richtiger Punkt, ein Buch schaltet sich nicht ab. Aber angenommen ein Buch würde überhitzen? Was tut es dann? Wenn Papier direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, sagen wir in Südspanien, bei 30° Lufttemperatur und wiederspiegelnden Marmorfliesen wird dann das Licht gebündelt und kann Papier zum Brennen bringen… bei gut der doppelten Temperatur. Also angenommen das Buch fängt an zu brennen? Nun, dann ist’s hinterher futsch. Das eBook egal auf welchem Reader ist noch da. Dafür gibt es bei den elektronischen Medien ja andere Probleme. Angenommen der Speicher ginge kaputt, dann wär natürlich auch das eBook futsch. Das sind grundsätzliche Betrachtungen, Mediengeschichte. Die Steintafel war von Dauer, aber schwer transportierbar, das Papier, tja… verlor an Durabilität und so fort. Gibt dann immer solche die den Fortschritt per se gutfinden, und andere, die ihn total ablehne ja und alles dazwischen auch natürlich.

    Also ich seh das nicht so eng mit der Werbung, aber ich würde auch nicht behaupten, das iPad sei wie ein Buch. Allerdings, man stelle sich vor, man wollte mit 10 oder gar 20 Büchern auf Reisen gehen… das iPad oder nen anderes Device hat durchaus Platz- und Gewichtsvorteile. Nech wahr? :) Gibt nie schwarz und weiß. Muss glaub ich jeder für sich abwägen. Aber in USA klagt man auch, wenn der Kaffee bei McDonalds zu heiß war, in der Hoffnung 2 Millionen Dollar Schadenersatz zu kriegen…

  • 3 GeneralSchaumlöffel // 12. 9. 2010 um 11:13

    ich persönlich habe keine solche erfahrungen gemacht. das ipad spiegelt beim lesen zwar sehr, aber im direkten licht blendet manche menschen auch das weiße papier eines buches. und das ein ipad nicht mit einem buch zu vergleichen ist steht ja wohl fest, zb. eben der genannte vorteil mit dem gewicht. jedes hat vorteile und nachteile wie eben alles. aber das es überhitzt und abschaltet ist bei mir noch nie vorgekommen, auch nicht bei dauerbetrieb in sommer. weder hierzulande noch in italien hatte ich hitze probleme, da machte vorher der akku schlapp, nach einigen stunden, wobei bei der laufzeit wohl mehr hergegangen wäre.
    und mal im ernst: werbung ernst nehmen ist ja eine sache, testen ne andere. aber amerikanische kläger wollen immer nur geld für sinnlose sachen. auf amerikanischen rückspiegeln bei autos muss seit einiger zeit stehen, das die dinge im spiegel seitenverkehrt und nicht immer weiter entfernt sind als man denkt. oder das man keine nassen hunde und babys in die mikrowellen zum trocknen tun darf. das baseballkarten nicht zum verzehr freigegeben sind. diese beispiele sprechen doch wohl bände über die intelligenz amerikanischer kläger.

  • 4 Samsung Tablet im Vergleich zum iPad: Klein und leicht // 16. 9. 2010 um 10:30

    […] aber eine andere Zielgruppe als das iPad. Das iPad ist etwa für Couch-Potatoes und Freizeit-User. Das Display spiegelt zu stark um draußen benutzbar zu sein, es kann auch nur eine Anwendung auf einmal, Musik höre und Webseiten ansehen ist schon zu viel […]

  • 5 LG // 5. 5. 2011 um 20:46

    Also nur zum Ebooks lesen würde ich dann doch lieber zu einem eInk-Gerät greifen

  • 6 Das iPad-Kopf Mädchen // 4. 8. 2011 um 15:07

    […] Als Ebook-Reader taugt es bis der Akku ausgeht oder die Sonne aufgeht. Eine junge Frau aus New York hat nun herausgefunden wofür das iPad wirklich gut taugt: Das Ipad-Kopf Mädchen (iPad Head Girl) […]