zeitgeist

gestern wissen was heute cool und morgen mainstream ist


Hat die Blogroll endgültig ausgedient?

24.08.2012 · Kommentare deaktiviert

Als ich zu bloggen anfing, damals in 2003, war ich recht spät am Start. Seit spätestens 2001 blühte die deutsch-sprachige Blogosphäre bereits. Alle hatten natürlich sog. Blogrolls, also Listen anderer Blogs in der Seitenleiste wo sie ihre Freunde aufführten.

Wer in den Blogrolls der anderen populären Blogs auftauchte hatte es geschafft.

Schon damals war die Blogroll eher eine Massage fürs Ego als etwas anderes denn die Links werden kaum geklickt. Damals in der ersten Zeit des Bloggens vielleicht noch häufiger als jetzt. Doch heutzutage werden diese Listen kaum noch beachtet. Selbst Google vermutet da eher Betrug und bezahlte Links als genuine Vorlieben.

Tatsächlich, ich habe mir neulich mal wieder meine Blogroll rechts angesehen und durchgeklickt und dabei festgestellt, dass die meisten Blogs darin entweder tot oder so gut wie sind. Selbst ich publiziere seltener als früher aber dieses Weblogs haben teils Wochen- oder Monate-lang nichts mehr gebracht.

Es gab und gibt natürlich seit langer Zeit alternative Lösungen für die Blogroll, etwa dynamische Widgets die die letzten Beiträge anderer Blogs ziehen statt ganz platt immer nur die Homepage zu verlinken. Allerdings denke ich nciht, dass es am Mangel am technischen Fortschritt liegt, dass die Blogrolls veraltet sind.

Das Prinzip des virtuellen Freundeskreises funktioniert nicht mehr.

Ich hatte auch weniger Zeit für den zeitgeist Blog und konnte in den letzten zwei Jahren nicht mehr so viel mit anderen Bloggern verkehren wie zuvor. Prompt hörten auch dieses auf sich bei mir aktiv zu beteiligen. Die Blogroll ist nur noch eine Art Ansichtskarte von früher wobei die Blogs die beim zeitgeist darin stehen auch in den meisten Fällen eher die sind die thematisch passen als diejenigen die wirklich meine virtuellen Freunde waren (aber dafür irrelevant fürs zeitgeist-Publikum).

Die meisten Blogs schreiben eh nur noch für Google und das Drive in-Publikum das über die Suchmaschine vorbei schaut und nie wieder auftaucht.

Das ist schade denn dadurch verliert das Medium ihren Charme. Alles versuchen dem Mainstream der populären Themen und Stichwort-haltigen Überschriften nach zu eifern aber nur ein Paar können ganz oben stehen und auch noch gesehen werden bei all den Anzeigen und bezahlten Google-Diensten die vor einem stehen.

Was nun?

  • Blogroll ganz einstampfen?
  • Neue Blogs auflisten und alte gebrechliche entfernen?
  • Per RSS versuchen diese technisch zu beleben?

Ich will es erst einmal mit einer Putzaktion. Die Kadaver weg und die Lebendigen rein. Doch wer passt gut zum zeitgeist und schreibt auch halbwegs regelmäßig und nicht rein kommerziell?

Denn das ist auch noch ein Problem: Als ich den zeitgeist startetet waren die meisten Blogs unkommerzielle und wurden nur als solche akzeptiert. Heutzutage bedeutet blog oft nicht viel, außer dass es mit WordPress oder Blogger läuft und umgekehrt chronologisch Beiträge veröffentlicht.

Jedenfalls bin ich für Vorschläge offen: Wen sollte ich unbedingt in meine Blogroll aufnehmen?

Oder hat die Blogroll endgültig ausgedient und es macht keinen Sinn eine zu führen? Auch Feedback würde mich freuen.

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Kommentare deaktiviertAlternative · Blogs · Web Trends

Google+ Buch gratis zum Download

14.08.2012 · Kommentare deaktiviert

Als Google+ startete hatte ich große Hoffnungen in den neuen Dienst gesetzt trotz meiner Vorbehalte gegenüber Google an sich.

Vor Allem die Aufteilung in Kreise empfand ich als gute Idee, denn so hoffte ich meine verschiedenen Blogs und das jeweilige Publikum auf einer Website beglücken zu können. Denn Design/Gadget-Interessierte vom zeitgeist sind nicht unbedingt genauso scharf drauf über die coolsten Fixies zu lesen oder die Science Fiction Raritäten.

Jedenfalls ist es mit nicht gelungen Google+ so zu nutzen wie geplant.

Die Paar Leute die sich als zeitgeist Fans auf Google+ outeten waren zu wenig um extra Updates zu verfassen. Eine ganze Google+ Page ist mir eh zu viel Aufwand. Ich will ja nicht für Google Content sammeln sondern selber bloggen. Würde ich für jeden Blog eine Page bauen wollen käme ich zu gar nichts mehr.

Ich habe es sogar mit Pinterest versucht, da gibt es bereits einige Menschen die den zeitgeist gepinnt haben.

Doch ganz aufgeben wollte ich Google+ eigentlich noch nicht. Vielleicht hilft mir das gratis Google+ Buch von Phillip Steuer dabei Google+ richtig ein zu setzen: Plus Eins – Das Google+ Buch für Jedermann

Der Anfang trifft schon mal den Kern. Da erklärt der Autor den Unterschied zwischen Facebook und Google+ so treffend wie ich es ahnte aber bislang nicht ausformulieren konnte:

Stell dir Facebook als ein stark besiedeltes Gebiet vor, wo Freunde Freunde treffen…
Google+ ist das komplette Gegenteil davon. Hier trifft man neue Menschen mit ähnlichen Interessen.

Genauso ist es. Deswegen komme ich übrigens mit Facebook nicht besonders klar. Ich war ja in der Schule nicht besonders beliebt, neigte eher zum gepflegten Außenseiter. Nun erscheinen Mitschüler/innen die sich seit mehr als 15 Jahren nicht gemeldet habe plötzlich auf Facebook und wollen Freunde sein, auch gern diejenigen die mich damals besonders geärgert haben und von denen ich mich schon zu Schulzeiten längst abgewendet hatte.

Ich suche mir meine Freunde am liebsten selber aus und lasse nicht den Zufall wie Wohnort und Sitzordnung darüber entscheiden. Das mache ich online genauso wie im echten Leben. Das Google+ Buch steht wie gesagt gratis zum Download bereit.

PS.: Frauen können das Buch auch lesen, auch wenn sie wohl lieber Pinterest nutzen. Es gibt aber auch ein richtiges Google+ Buch zum blättern zu kaufen, von Annette Schwindt.

Via Designer in Action.

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Kommentare deaktiviertWeb Trends

High-End Plattenspieler Rega RP1 zum Einsteiger-Preis

10.08.2012 · 2 Reaktionen

Plattenspieler? Werden die überhaupt noch hergestellt? Und wie! Bestes Beispiel derzeit: Rega RP1, ein High-End Spieler zum Einsteiger-Preis. Doch fangen wir beim Anfang an:

Seit die CD praktisch weg vom Fenster ist und von Mp3 Downloads und zuletzt Streaming ersetzt wurde gibt es ein x-tes Vinyl-Revival. Plattenläden mit neuen und gebrauchten Schallplatten gibt es bei uns in Berlin an jeder Ecke.

Kein Wunder, CDs waren nie beliebt, die schäbigen Plastik-Hüllen zersplitterten und zerfielen bei der ersten Gelegenheit. Spröde selbst gebrannte CDs stapelten sich alsbald überall. Die Meisten waren froh von der Compact Disc los zu kommen. Ganz anders bei den schwarzen Platten die nach wie vor nicht nur bei DJs und Konservativen ihre Fans hatten.

Klangpuristen gingen stets davon aus, dass digitale Aufnahmen den analogen hinterherhinken, dass sie zu künstlich klingen, ohne Herz und Seele.

Wer Platten hören will und dabei auf Klangqualität wert setzt musste aber bislang sehr tief in die Tasche greifen um High Fidelity sicher zu stellen. Plattenspieler für 100 Euro gibt es wie Sand am Meer. Sie sind sogar besser ausgestattet als die Geräte früherer Generationen. Die Puristen setzen aber wenig Wert auf Automatik. Für sie zählt der reinen Klang.

Das Rega RP1 wird diesem Anspruch nun gerecht. Für ca. 350 Euro baut Rega eine spartanischen Plattenspieler mit manueller Bedienung der sich auf das Wichtigste konzentriert, das Klangerlebnis. Das Aussehen ist zudem auch etwas für verwöhnte Augen. Mein Favorit ist die Version in weiß.

Ich konnte den Rega RP1  zwar nicht selber testen aber ich habe mir ein Paar Testberichte aus der Fachpresse online zu Gemüt geführt. Die Experten scheinen sich einig zu sein was den Rega-Plattenspieler angeht. Siehe dazu

  1. hifitest.de
  2. audio.de
  3. fairaudio

Ich kann dem als Laie nicht viel hin zu fügen, außer vielleicht, dass ich mit dem Gedanken spiele dem zeitgeist zu folgen um mir erstmals wieder einen Plattenspieler zu zu legen. Ich besitze ja noch einige Platten von früher.

Es gibt übrigens drei Farben zur Auswahl

  • Cool Grey
  • Titanium
  • White

wobei weiß wirklich am stilvollsten wirkt wie ich finde. Zu diesem Einsteiger-Preis ist der Rega RP1 auf jeden Fall verlockend.

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→ 2 ReaktionenDesign · Preis · Test, Review

Air: Wasser mit Alkohol

8.08.2012 · Kommentare deaktiviert

Bei Air geht es nicht um die Band aus Frankreich die stilvolle elektronische Musik macht. Es geht auch nicht um Nike Air Schuhe die für 2 Euro pro Paar in China hergestellt werden. Es ist auch nicht die Rede vom MacBook Air der so schön die Luft erhitzt. Nein:

Air ist Wasser mit Alkohol in einer Design-Dose, hehe.

Es ist also ein neues Getränk. Zum Glück ist es nicht Luft in Dosen, wie manch Dystopie uns in der Zukunft versprach. Es ist eine Art neue Art Bier-Ersatz quasi, der Alkohol ohne den bitteren Geschmack. Malz und Geschmacksstoffe sollen auch dabei sein aber so wie ich verstehe geht es eben nicht darum wieder einen übernachteten Energydrink zu servieren. Nein, Air ist einfach der Alkohol ohne Gimmicks, das Bier fürs 21. Jahrhundert.

Hoffen wir, dass damit

  1. der Mundgeruch
  2. der Bierbauch
  3. und der Kater

auch wegfällt also all die Eigenschaften von Bier die keiner vermisst. Die 4% Alkohol bewirken natürlich nach einer Weile auch einen Zustand der Trunkenheit und danach wohl Kopfweh aber Bier ist auch ohne Alkohol nicht wirklich gesund wie meine Heilpraktikerin sagt. Der aufgeblähte Bauch etwa ist nicht Folge des Alkohols.

Wollen wir also hoffen, dass Air nicht nur ein Malzbier mit Alkohol ist sondern das was die Verpackung verspricht, ein mittelalterliches Mittel zum moderaten Alkoholkonsum. Es schmeckt wohl am ehesten wie Mineralwasser mit Sprudel.

Via MocoLoco.

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Kommentare deaktiviertAlternative · Design

Solid Gray Rucksack im Kanten-Design

31.07.2012 · 2 Reaktionen

Trotz des Namens Solid Gray handelt es sich um weiße Rucksäcke die mit dem heutzutage häufig anzutreffenden Kanten-Design auffallen. Bei Rucksäcken ist dieses nämlich noch komplett neu. Bei

hingegen nicht mehr.

Ich war ja bislang dazu geneigt diese Art der Form als militaristisches Kitsch zu verschmähen

bei dem Solid Gray Notebook-Rucksack hingegen sehe ich ein, dass diese Form Vorteile haben kann. So werden die empfindlichen Geräte besser geschützt. Auf der Solid Gray-Seite ist das im Detail erklärt. Da gibt es noch weitere Einzelheiten die diesen Rucksack nicht nur als schickes Designer-Produkt darstellen sondern auch als sinnvolles bzw. funktionales.

Der Rucksack soll ja vor Allem super-stabil und leicht sein wie der Hersteller verspricht.

Solches Design hat seinen Preis, auch bei Solid Gray, aber angesichts der Gedanken die sich die Verantwortlichen gemacht haben ist dieser noch zu verschmerzen, 139 Euro.

Ich frage mich allerdings wie lange der Solid Gray weiß bleibt. Ich fürchte im Alltag wird er schnell seinem Namen gerecht und ändert die Farbe zu schmutzig-grau.

{lang: 'de'}

→ 2 Reaktionencool · Design · Haben wollen

Intro von Brodie Neill: Sessel aus einem Guss

26.07.2012 · Kommentare deaktiviert

Intro Sessel

Intro Sessel

Vor ca. 5 Jahren hatte ich Brodie Neill zum ersten Mal erwähnt mit seinem “@” Stuhl.

Der Designer hat seitdem nicht geruht und einige weitere spektakuläre Möbel-Designs entworfen. Manche sind so futuristisch, es lässt sich kaum mehr eine gewohnte Form wahrnehmen. Ein Sessel jedoch findet genau die richtige Balance zwischen Science Fiction und Funktion, der Intro Sessel ist es.

Das schwarze Kunststoff-Gebilde wirkt nicht nur wie aus einem Guß, es wird auch buchstäblich aus einem Stück fertig gegossen

dank der Flexibilität synthetischer Materialien. Die Form ist bestechend schlicht und aufregend zugleich.

Wer allerdings den Intro-Sessel umdreht sieht nur noch ein diffus bedrohliches Gesicht von einem Alien wenn er sich lange genug anstrengt etwas zu erkennen, von Sessel-Form ist aus der Perspektive nichts mehr zu entdecken. Allein das ist schon beeindruckend in einem Bereich wo eigentlich schon alles gesagt zu sein schien, schließlich müssen wir ja auf einem Sitzmöbel auch sitzen können.

Wenn ich mir das Intro länger anschaue so habe ich den Eindruck, dass da zwei darauf sitzen können, in der Mitte unter dem Menschen noch ein Haustier, etwa ein Hund oder eine Katze.

Das einzige was mich stört ist die Farbe oder eher deren Abwesenheit.

Wenn schon dann wäre mir weiß statt schwarz lieber denn so dürfte sich das Intro extrem aufheizen im Sommer und somit für draußen ganz ungeeignet sein. Doch schwarz scheint im Trend zu liegen wie etwa das Nouvelle Vague zeigt.

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Kommentare deaktiviertcool · Design

Rimac Concept One: Elektro-Sportwagen der Spitzenklasse

24.07.2012 · Kommentare deaktiviert

Rimac Concept One

Rimac Concept One

Rimac Concept One

Rimac Concept One

Rimac Concept One? Nie gehört, oder? Wer an Elektroautos denkt dem fallen außer dem Tesla meist nur etwas unausgegorene Wagen ein wie der

Diese unförmigen Modelle haben sicher ihre Berechtigung aber um ehrlich zu sein sind die nicht wirklich erstrebenswert.

Sie sehen nicht gut aus, ganz im Gegenteil, selbst der klobige Chevy Volt aus den USA sieht noch deutlich besser aus als das der verhunzte Opel Ampera aus Deutschland vom gleichen Konzern, General Motors.

Diese Autos sind teurer als Benziner und haben eine geringere Reichweite. Nur wenn ein Haus mit Garage hat kann sie auch problemlos aufladen. Alles Gründe weswegen vor Allem Firmen Elektroautos kaufen. Der normale Mensch ist eh nicht scharf drauf ein Elektroauto zu fahren, da ist die Umwelt völlig egal und der moderne Loha der sich so etwas leisten könnte will nicht auf der Straße angeglotzt werden wegen einem albernen Auto.

Dabei gibt es unzählige Elektroautos die einem das Blut schneller fließen lassen in den Adern. Neben Tesla und Fisker gibt es etliche andere. Der Rimac Concept One gehört nicht erst seit heute dazu.

Der Elektro-Sportwagen der Spitzenklasse verführt nicht nur mit einem sexy Aussehen, er hat auch ordentlich etwas unter der Haube, oder sollte ich sagen unter den Kotflügeln?

Der Rimac Concept One aus Frankreich hat 4 Elektromotoren an den Rädern befestigt die immerhin 1088 Pferdestärken insgesamt auf die Straße bringen.

Natürlich braucht kein Mensch so ein Auto das sich in 3 Sekunden auf 100km/h beschleunigen lässt

und bei einer Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h aufhört schneller zu werden. Das ist kein Auto, das ist eine Rakete. Doch immer wieder ist es die optische und technische Attraktivität die auch “normalen” Elektroautos zum Durchbruch verhelfen könnte. Es führt an ihnen kein Weg vorbei, je schneller wir sie alle fahren desto besser, der Planet pfeift aus dem letzten Loch.

Daher bin ich immer wieder hocherfreut ansonsten peinliche PS-Boliden wie den Rimac Concept One vorstellen zu können. Denn dabei sehen wir, dass “Elektromobilität” wie es bei der Autolobby heißt auch für ganz normalen Menschen erstrebenswert ist dem Klimawandel am Arsch vorbeigeht und der nur in finanziellen Kategorien denkt.

Jetzt geht es nur noch darum, erschwingliche Elektroautos mit einem ähnlichen Sex-Appeal zu ersinnen.

Das hat doch beim Golf GTI auch geklappt. Wenn die umweltfreundlichen Hipster erstmal die SUV Proleten an der Ampel abhängen haben Elektroautos endlich gewonnen. Das kann doch nicht so schwer sein. Oder redet da die Öl-Lobby mit bei der Gestaltung der Elektroautos? Die hat es ja bekanntlich nicht eilig Benzin-Motoren zu verschrotten.

Übrigens sind die Milliardäre von den Ölkonzernen sind unter den wenigen die sich so einen Elektro-Sportwagen für 742.000 Euro leisten könnten. Geht es am Ende darum die Entscheider ganz oben zu überzeugen?

Für alle anderen die keine Penis-Verlängerung brauchen empfehle ich das Fahrrad, es ist umweltfreundlich und die sexy Frauen fahren alle auch eins.

Mehr zum Rimac Concept One bei Golem, Evocars, Mein Elektroauto, GoingElectric, CNet, Social Fuzz.

 

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Kommentare deaktiviertDesign · Elektroautos · Luxus

Übernachten in Berlin mit Housetrip

17.07.2012 · 1 Reaktion

Housetrip

Wer in Deutschland bislang nicht in einem Hotel übernachten wollte war meist auf etwas obskure Internet-Seiten angewiesen die alle irgendwie gleich hießen, irgendwas mit ferienwohnung-xyz wobei xyz der jeweilige Ferienort war.

Nicht nur waren diese Seiten meist austauschbar, sie waren auch nicht verlässlich bzw. bereits schwierig zu benutzen weil unübersichtlich und allgemein schlecht gestaltet.

Die Angelegenheit wurde nicht besser wenn es darum ging aus Deutschland heraus ein Apartment im Ausland zu finden, im Gegenteil. Überhaupt, bei beliebteren Orten insbesondere Städten wie Berlin waren die Google-Ergebnisse stets aufgeteilt zwischen oben genannten zwielichtigen Vermittlern.

Ich hatte zu Anfang meiner Karriere als Blogger in Berlin für eine Firma gearbeitet die Ferienwohnungen vermittelte.

Da war einiges nicht koscher. Am Ende war ich froh wenigstens einen Teil meines Geldes erhalten zu haben. Das Blog das ich damals begonnen hatte wurde dann auch wieder eingestampft.

Nun, 8 Jahre später habe ich wieder einen Auftrag angenommen bei dem es darum geht einen Anbieter von Ferienwohnungen in Berlin bekannter zu machen. Doch dieses mal ist alles anders. Es ist ein internationales Startup gestützt mit Venture-Kapital namhafter Geldgeber die schon in Facebook und ähnliche Projekte investiert haben.

Es gibt eine wieder erkennbare Marke, Housetrip und die Seite ist in etlichen Sprachen bzw. Ländern verfügbar.

Die Vermieter aus den jeweiligen Ländern können also über diese Plattform direkt mit den Reisenden in Europa Kontakt aufnehmen. In Deutschland ist Housetrip noch recht neu, in England oder Frankreich ist die ursprünglich schweizerische Plattform schon beliebter. Sie entspricht auch ganz dem Zeitgeist, denn immer mehr Leute wollen nicht in beliebig wirkenden Hotels übernachten sondern in typischen Wohnungen in Bezirken mit Einehemischen wohnen in ihrem Urlaub.

Es geht darum näher ans Geschehen zu kommen

aber nicht mit eine Dutzend anderer in einem Hostel schlafen oder eher wachen zu müssen. Ich selbst wohne ja in Kreuzberg und hier gibt es beides Hostels und Ferienwohnungen aber kaum Hotels. Diese finden sich eher in Mitte oder schlichtweg an Orten wo sich normale Menschen kaum bewegen.

Wer will im Urlaub nur “unter sich” bleiben also nur andere Touristen sehen? Pauschalreisende vielleicht.

Ich persönlich bevorzuge bei Reisen Übernachtungen mit Küche statt “Bed and Breakfast” weil ich gern meine gesunde Diät auch unterwegs beibehalten will. Andere sind geradezu darauf angewiesen aus gesundheitlichen Gründen. Wie auch immer, im Hotel gibt es selber kochen nicht.

Was ist mit Haustieren? Kann ich meinen Hund mitnehmen? Bei Housetrip kreuze ich einfach “Haustiere erlaubt” oder andere Merkmale der Ausstattung an und bekomme die passenden Wohnungen vorgesetzt. Das beste daran, der Preis liegt gern auch unter dem eines Hotels.

Nicht nur in Berlin Kreuzberg regt sich zwar Widerstand gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum für Ferienwohnungen und auch die Zahl der Hostels mit betrunkenen Touristen fällt inzwischen negativ auf, aber das ist ist mir immer noch lieber als das was in Friedrichshain passiert wo die beliebtesten Ecken von spießigen Hotels besetzt werden.

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Ultrabook Testsieger Toshiba Satellite Z830-10J stiehlt Apple und Asus die Show

12.07.2012 · Kommentare deaktiviert

Toshiba Satellite Z830-10J Ultrabook

Die Stiftung Warentest hat im Heft 7/2012 gewöhnliche Notebooks sowie leichte und schlanke Ultrabooks getestet. Auf die normalen Notebooks will ich diesmal nicht eingehen. Meines Wissens war es aber das erste Mal, dass die unabhängiger Tester der Stiftung Ultrabooks mit 13 Zoll Displays geprüft haben. Daher war ich sehr gespannt auf das Ergebnis. Dieses ist erst einmal schlichtweg sehr positiv.

Alle Ultrabooks haben eine Note zwischen 2,4 und 2,7, das schlechteste “befriedigend” ist demnach kaum weniger empfehlenswert als das beste gut.

Interessant war vor Allem, dass gleich drei Ultrabooks Testsieger geworden sind, zumindest von der Note her, also gut mit 2,4. Dazu gehören

  1. Asus Zenbook UX31E-RY010V für ca. 1300 Euro
  2. Toshiba Satellite Z830-10J für ca. 950 Euro
  3. Apple MacBook Air 13′‘ für ca. 1250 Euro

Nicht nur vom Preis her übertrifft bzw. unterbietet Toshiba die Konkurrenz.

Der Toshiba hat als einziger der drei einen matten Bildschirm und ist somit für draußen geeignet.


Der Asus hat ein spiegelndes Display das zwar sehr hell ist aber dennoch nicht den gesetzlichen Bestimmungen für Büroarbeit genügt. Das Display vom Apple ist weder besonders hell noch entspiegelt, scheidet für sonnige Tage im Freien also aus. Zudem hat der Asus Rechner keinen richtigen LAN/Netzwerk-Anschluss, es gibt nur eine Krücke per USB.

Ohne Netzteil ist das Toshiba zudem mit ganzen 1,1 kg das leichteste Ultrabook im Test.

Insgesamt ist also von drei Testsieger-Ultrabook Modellen nur das Toshiba wirklich zum Arbeiten unterwegs geeignet. Das von der Note her mit 2,5 geringfügig schwächer abschneidende Samsung-Ultrabook aus dem Test hat ebenfalls ein mattes Display. Dazu ist das Samsung 530U3B auch noch mit ca. 800 Euro deutlich billiger. Der Preis hat aber auch zur Folge, dass die Stiftung Warentest den Akku und die Rechenleistung nur als mittelmäßig bezeichnet. Dennoch für 800 Euro ist das insgesamt ein gutes Angebot. Wie dem auch sei,

das Toshiba Ultrabook stiehlt Apple und Asus die Show.

Letztere setzen auch vor Allem auf optischen Eindruck. Kunden greifen ja eher zum besser aussehenden Notebook, daher ist das MacBook Air ja trotz der zahlreichen Apple-Skandale ja auch ein Verkaufsschlager. Das Toshiba Ultrabook wird daher wohl ein Geheimtipp bleiben.

Was sagen andere Tester? Die meisten sind ebenso vom Toshiba Satellite Z830-10J positiv angetan. Weitere Testberichte gibt es bei Chip, Focus, Notebook Journal und PC Welt.

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Kommentare deaktiviertPreis · Tablets, Netbooks · Test, Review

LemonAid und ChariTea: Fair Trade Getränke mit Stil und Anliegen

10.07.2012 · 1 Reaktion

Eigentlich sind Wortspiele die einen Begriff verhunzen seit den Neunzigern verpönt. Insbesondere unbeholfene Verrenkungen mit Großbuchstaben in der Mitte des Wortes sind ein Graus. Wenn dann noch Anglizismen zwanghaft ins Deutsche übertragen werden ist das Maß voll.

Trotz All dem habe ich mich entschlossen über Lemonaid und ChariTea zu schreiben zwei Getränke die trotz ihrer Namen bei denen Linguisten Haufenweise Selbstmord begehen dem zeitgeist entsprechen bzw. den Weg weisen.

Fair Trade also Fairer Handel, lange die Domäne von Exotismus und “Dritte Welt” Läden befreit sich aus dieser Zwangsjacke zunehmend.

Nicht nur im Bereich Mode/Fashion auch bei Nahrungsmitteln gilt es nicht mehr nur an die wenigen zu appellieren sondern prinzipiell massentaugliche Produkte an Stil prägende Schichten an zu  bieten.

Wie der Name etwas zweideutig sagt geht es hierbei um Limonade und Tee bzw. Eistee. Dessen Zutaten stammen von Produzenten aus “Entwicklungsländern” die allerdings wie bei Fair Trade die Norm eben nicht ausgebeutet sondern fair behandelt und bezahlt werden. Dafür werden um die Kosten zu sparen unnötige Zwischenhändler ausgeschaltet die ja sonst nur als Spekulanten fungieren und sich am Elend der armen Länder bereichern.

Ausbeuten tut Lemonaid und ChariTea eben nicht.

Der Rohrzucker beispielsweise aus Paraguay stammt etwa von einer lokalen Kooperative wie ich das verstehe. Ungesund und schlecht für die Zähne ist diese Limonade bzw. Eistee also auch aber ich kann ja nicht alles haben. Trinken hilft bei mir also nicht. Wem Zuckerbomben wie Cola nichts ausmachen der wird bei den beiden Erfrischungsgetränken allerdings aufatmen, der Zuckergehalt ist weit geringer und der Geschmack nicht penetrant süß.

Ich hatte schon ein Paar Mal die Gelegenheit Lemonaid bzw. ChariTea zu trinken, mit gutem Gewissen.

Ich würde auch nicht vom Bäcker kaufen der seine Frau schlägt warum dann also vom Coca Cola Konzern der tote Gewerkschafter in Kolumbien, Dürren in Indien und Ähnliches zu verantworten hat?

Noch ein Hinweis: Es heißt schon seit ca. 10 Jahren nicht von oben herab “Entwicklungsländer” und schon gar nicht “Dritte Welt” sondern wahrheitsgemäß Mehrheitswelt, denn von dort stammen die meisten Menschen.

Beide Getränke lassen sich auch online bestellen für all jene die in der Provinz keinen Zugang zu Bioläden etc. haben. Ganz billig sind die beiden Getränke aber nicht, ein wenig Stil gehört dazu um deren Anliegen zu unterstützen.

 

{lang: 'de'}

→ 1 ReaktionAlternative · cool · fair