Heimlicher Testsieger: Samsung 900X3A
Florian Müssig von der c’t Redaktion hat in der Ausgabe vom 16.01.2012 die sog. Ultrabooks unter die Lupe genommen. Der Test mit dem Untertitel “dünne Subnotebooks mit Power” ist aber auch ein Vergleich mit den beiden Apple MacBook Air Vorbildern zu denen die Ultrabooks ja eine Alternative bieten sollen.
Im c’t Test befanden sich demnach:
- Acer Aspire S3
- Apple MacBook Air 11
- Apple MacBook Air 13
- Asus Zenbook UX21
- Asus Zenbook UX31
- Samsung 900X1B
- Samsung 900X3A
- Toshiba Satellite Z830
zum Preisen um die 1000 bis 1500 Euro.
Rein optisch erreicht schon mal keiner der Kandidaten die optische Eleganz des MacBook Air. Das liegt schlicht und einfach daran, dass Apple in China bei Foxconn und Konsorten wo heutzutage die meisten Laptops hergestellt werden, unabhängig von der Marke, fast die gesamte Kapazität und Rohstoffe für die Produktion der “aus einem Guß” bestehenden Aluminimum-Gehäuse vereinnahmt hat.
Wem das nicht gefällt der muss sich bei den 13 Jährigen beschweren die bis zu 16h am Tag, 6 – 7 Tage die Woche bei Foxconn für Apple und Co. schuften. Kurzum, ich bin froh, dass die armen Kinder nicht auch noch für die anderen Hersteller ackern müssen. Aus ethischen Gründen kommt also schon mal kein Apple-Gerät in Frage.
Es ist also eine erfreuliche Alternative jetzt flache Subnotebooks auch zunehmend von der Konkurrenz kaufen zu können. Natürlich sind die Ultrabooks nicht die ersten MacBook Air Rivalen aber dieses Mal scheint es die Konkurrenz ernst zu meinen. OK, zurück zum Test:
Nur drei der getesteten Subnotebooks eignen sich für draußen oder den Business-Gebrauch.
Spiegelnde Displays am Arbeitsplatz entsprechen ja nicht der deutschen Gesetzgebung. Zurecht, denn störende Spiegelungen ermüden unnötig die Augen. Lediglich die Samsung und Toshiba Notebooks haben entspiegelte Displays.
Das ist wie bereits von mir geschrieben ein Armutszeugnis bei dem Preis erst recht wenn eine/r bedenkt, dass Ultrabooks ja flach und leicht sind um unterwegs benutzbar zu sein. Ich verstehe es schlicht und einfach nicht. Offenbar scheint auch hier die Zielgruppe der snobistisch veranlagte Couch-Patato zu sein. Ähnlich wie bei Tablet PCs die zumeist mit Spiegelungen aufwarten die ihre Bildschirme im Sonnenlicht völlig unbrauchbar machen.
Leider haben Ultrabooks neben den oben genannten Vorteilen in Größe und Gewicht auch weitere “gewichtige” Nachteile, ähnlich wie Netbooks haben sie kein Laufwerk also keine CD, DVD und Blu Ray-Abspielmöglichkeit.
Ähnlich wie bei Apple werden die Akkus auch zunehmend fest verbaut. Wenn der Akku also nicht mehr aufgeladen werden kann muss der Rechner zur Reparatur eingeschickt werden. Meiner Erfahrung nach versagen die meisten Akkus spätestens nach 2 Jahren.
Zudem sind solche flachen Subnotebooks derart flach, dass die Lüftung nicht mit dem Kühlen nachkommt. Das Problem war beim ersten MacBook Air besonders gravierend. In der nun zweiten Generation hat Apple das Problem mit besonders lauten Lüftern gelöst. So sind die Apple-Geräte unter Last laut Messungen der c’t doppelt und dreifach zu laut wie die Ultrabooks.
Leider sind auch im Test befindlichen Subnotebooks nicht für Spiele geeignet. Dafür sind die mobilem Prozessoren einfach zu schwach.
Von Power kann also nicht wirklich die Rede sein außer es wird mit Netbooks verglichen. Was den dünnen Subnotebooks noch fehlt sind die Anschlüsse, sie sind schlicht zu dünn für die Buchsen. Toshiba umgeht das Problem indem sie Anschlüsse für Netzwerk und VGA in die Standfüße einbaut. Dafür ist der Toshiba aber das einzige Notebook im Test welches uns ohne Last Lüftergeräusche zumutet.
Trotzdem dürfte das Toshiba das zweitbeste Gerät im Testfeld sein hinter dem heimlichen Testsieger, obzwar die c’t traditionell keine Testsieger kürt bzw. eindeutig benennt. Das Samsung 900X3A schneidet am besten ab obzwar es eigentlich schon ein Jahr auf dem Markt ist, damals noch mit 1600 Euro Preisempfehlung. Sowohl
- das helle matte Display
- die lange Akkulaufzeit
- als auch die Rechenleistung
- und die geringe Lautstärke
werden im c’t Test gelobt.
Ein Problem bleibt allerdings: Weder das Samsung noch das Toshiba Subnotebook sehen sexy genug aus. Daher werden die meisten weiterhin freudig die 13 jährigen Mädchen aus Shenzen ausbeuten. Doch selbst Erwachsene die dort arbeiten hallten es nicht immer aus.
Erst zuletzt ist in der Apple-Fabrik ein Arbeiter tot umgekippt nachdem er eine Doppelschicht von insgesamt 32 Stunden geschoben hat.
Trotzdem schafft es Apple die Menschen zu überzeugen ihre Geräte seien ein teures Statussymbol. Im schlimmsten Fall wird die Konkurrenz im Wettrennen nach unten mitziehen.
Ich finds schade, dass die c’t aus dem eigentlich recht kritischen Heise Verlag dieses dunklen Machenschaften der Computer-Industrie völlig ausblendet. Das ist schlicht unverantwortlich. Es ist wohl an der Zeit eine Art Ökotest für Gadgets zu etablieren.

2 Reaktionen ↓
1 Steffen // 13. 2. 2012 um 01:15
http://www.publiceye.ch/de/ranking/
Warum suggerieren Sie dem Leser, dass bei den von Apple beauftragten Subunternehmen besonders schlechte Arbeistbedingungen herschen?
Dass ist doch etwas plump und einfach gedacht, passt bei näherer Betrachtung dann aber doch wieder in das Gesamtbild Ihres Blogs
2 zeitgeist // 14. 2. 2012 um 15:19
Lieber Steffen,
Du kannst gerne die Vogel Strauß-Politik betreiben und bei Kinderarbeit und Ausbeutung in einer Diktatur wegsehen. Ich tue es aber nicht. Ich berichte also und suggeriere nicht. Wenn Dir die Zustände bei Apple gefallen warum schickst Du Deine Kinder dann nicht auch nach China damit sie dort 80h Woche schuften?
Leute wie Du die solche Zustände leugnen oder beschönigen sind hochgradig unverantwortlich.
Aber ist natürlich eine Ehrensache den größten Konzern der Welt vor gemeingefährlichen Bloggern zu verteidigen. In China hättest Du mich gleich denunzieren können. Hier aber herrscht Meinungsfreiheit. Wer aber Straftaten aufruft oder diese rechtfertigt, sprich Kinderarbeit etwa, der hat auf meinem Blog nichts zu suchen.
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