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5 Neue Apple-Skandale: Irreführung, Schleichwerbung, Monopolismus, Bevormundung

4. 12. 2008 · 7 Reaktionen


Wie der zeitgeist bereits u.a. bei 12 Gründe warum Apple out ist und Apple-Kritik vs Ersatzreligion nahelegte ist nicht alles koscher im Hause Apple.

Es muss nicht mal recherchiert werden, die Nachrichten trudeln einfach nach und nach ein.

So haben sich in den letzten Wochen bereits 5 neue Apple-Skandale angesammelt. Jede einzelne dieser Nachrichten hätte bei jeder anderen Marke zu einer Welle der Entrüstung geführt. Die quasi-religiöse Einstellung Apple gegenüber verhindert eine adäquate Reaktion offenbar.

Zum genießen:

  1. Irreführung: Eine Klage wegen irreführender Werbung, von wegen „doppelt so schnell, halb so teuer“ wurde von Apple zurückgewiesen mit der Begründung das glaube doch eh kein vernünftiger Mensch, es sei also keine Lüge
  2. Schleichwerbung: Apple hat offenbar eine systematische Geschichte von Schleichwerbung
  3. Monopolismus 1: Apple verklagt einen Konkurrenten der Apple-kompatible Produkte herstellte wegen Copyright-Verstoß
  4. Monopolismus 2: Apple verbietet alternativen Browser (Opera) fürs iPhone.
  5. Bevormundung: Apple verunmöglicht das Abspielen kopiergeschützter Medien auf „nicht autorisierten“ Geräten.

Ich sage: Lasst Euch nicht verapplen.

Tags: Apple

7 Reaktionen ↓

  • 1 Alexander Trust // 4. 12. 2008 um 18:30

    Zu Punkt 1: Du magst Recht haben.

    Zu Punkt 2: Es gibt bestimmt auch solche Artikel zu Microsoft, Coca Cola oder sonstige. Natürlich machen Hersteller Schleichwerbung. Es ist bekannt, dass Autohersteller Geld dafür bezahlt haben, um das Bond-Auto sein zu dürfen, usf.

    Zu 3: Das würdest du auch tun, wenn du feststelltest, dass jemand etwas mit deinem Zeug anfängt, dass du ihm aber nicht, na ja… erlaubt hast.

    Zu 4: Sonys Playstation Network? Microsofts XBox Live? Etc. pp. alle Anwender von solchen geschlossenen Zirkeln… selbst Blackberry und andere Anbieter von mobilen App Stores haben so wie Apple eine NDA und so wie der Türsteher das Hausrecht in der Disco durchsetzt, wird eben auch jeder in jedem Softwarestore dafür sorgen, dass nur das geschieht, was er auch möchte. Darin erkenne ich kein „Alleinstellungsmerkmal“. Überhaupt fänd ich deine Liste „toller“, wenn sie Dinge zeigen würde, die NUR Apple tut, aber sonst niemand.

    Zu 5: Nicht Apple wollte das so, sondern die Hersteller von Datenträgern mit Video und Audio… Zudem wurde das Ganze mit einem Softwareupdate sogar schon wieder gelockert…

  • 2 Alexander Trust // 4. 12. 2008 um 18:32

    Ergänzend sei noch gesagt, dass ich von dir eher erwartet hätte, dass du auf die „Ungereimtheiten“ im App Store eingehst. Warum darf Google ne App raus bringen, und in ihr versteckte Api-Befehle nutzen, z. B. – denn das ist nicht rechtens. Und das stört die allermeisten Entwickler, noch vor allem anderen was du erwähnt hast.

  • 3 zeitgeist // 4. 12. 2008 um 21:31

    Alexander: Hast Du den Artikel zu Apple-Schleichwerbung gelesen? Apple war demnach die erste Firma die das systematisch beauftragte, ein ganzes Tema darauf ansetzte.

    Natürlich ist Schleichwerbung etwa in Ami-Filmen eine Plage und Apple ist da nicht allein. Das ist aber kein Argument, vor Allem wenn die das quasi eingeführt haben.

    Nur weil alle klauen soll Diebstahl OK sein?

    3) Eben nicht! Adobe PDF kann ich auch mit anderer Software lesen. Wenn danach ginge bräuchten wir etliche Musik-Player für jedes Format etc.

    4) Also ich bitte Dich! Opera geht un wirklich auf allen Handys, auf dem iPhone eben auch, nur da, ausschließlich dort wurde es verboten.

    5) Ja, aber bei Linux und selbst bei Windows wäre das so nicht passiert!

    Zum Nachtrag: Wie geagt, ich beschäftige mich gar nicht mit Apple und man mag es kaum glauben, ich bin ein sehr positiver Mensch, ich suche nach Fortschritt und nicht Rückschritt aber immer wieder muß ich zufällig lesen was Apple sich schon wieder erlaubt.

    Andere Hersteller haben so einen Skandal einmal pro Jahr und werden dafür 5 Jahre gescholten. Der Dell-Service, das Sony Rootkit, Samsung Killer-Roboter etc.
    Microsoft hätte längst areg problemem wegn so etwas.
    Bei Apple werden beide Augen zugedrückt.

  • 4 Alexander Trust // 4. 12. 2008 um 21:56

    Microsoft hat keine argen Probleme damit, weil die Entwickler das einfach „fressen“. Weil es schon ewig so ist. Unterhalt dich mit Entwicklern für XBox Live… die sind genauso an Richtlinien gebunden wie Entwickler für App Store und Co. Die dürfen auch nicht alles machen, was sie gerne machen möchten. Es gibt auch keinen Opera Browser auf der XBox oder Sonys PS3… usf. Anfangs haben sie dagegen Sturm gelaufen, heute klingeln sie nicht mal mehr.

    Das mit dem „quasi“ ist so eine Sache. Die Quelle hat mich Sicherheit „diese“ Geschichte recherchiert, aber würde sie das mit anderen Quellen ebenso tun, würde sie feststellen, dass Apple „vielleicht“ nicht die ersten waren. Ich will das nicht ausschließen. Aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich das nicht „einfach so“ abnicken, nur weil es dort geschrieben steht. Früher dachten die Leute Schwäne sind weiß, weil sie schwarze nicht gesehen haben. Wenn irgendwann jemand die Systematik in Schleichwerbung anderer Firmen recherchiert, wird er sicherlich ähnliche Dinge finden.

    Na ja, richtig, bei Windows passiert es nicht, sondern ist ja damals schon passier, nur eben nicht über die Hardware, sondern über die Software. Windows XP Media Edition? Ein Begriff? Gut. ;) Und mit DRM kennt Mr. Gates sich auch aus. Ich drücke keine Augen zu, aber du bist irgendwie zu einseitig in dieser Sache, finde ich.

    Hm… eben doch. Weil das PDF Dateiformat dadurch nicht berührt wird. Es geht eher darum, dass eine Art Kopierschutz hardwareseitig umgangen werden soll. Die Kopplung von Betriebssystem an die Rechner, die Apple eben verkauft. OSX soll „offenbar“ nicht auf jedem Rechner der Welt laufen können, sondern nur auf denen, die Apple verkauft. Das gleiche Problem hast du mit Telefonen, die eigentlich nicht Symbian laufen lassen sollen… oder mit Emulatoren für Betriebssysteme oder Konsolen… über Reverse Engineering wird dort der Code irgendwie nachgeahmt und am Ende klappt es dann. Nintendo war auch nicht erfreut darüber, dass man ein GameBoy-Bios bei Emulatoren dabei packt. Oder zum Spielen von GameBoy-Spielen keinen GB mehr benötigt… Microsoft hat ebenfalls zu Beginn gegen einige Projekte geklagt, die versucht haben, ihr OS abzubilden. Die haben sich dann geeinigt. Oder sind eben von der Bildfläche verschwunden. Dieser US-Firma kann OSX ja nicht anbieten, ohne Hard- und Software zu manipulieren. Weil man OSX eben nicht einfach so auf irgendeinem PC installieren kann. Könnte man es, würde Apple sich lächerlich machen.

  • 5 G.B. // 5. 12. 2008 um 05:42

    Zu 1. wer der Werbung glaubt ist wirklich selber schuld, ich komme aus der Werbebranche. Apple gibt es aber auch zu, was man von anderen Werbeschwindlern nicht behaupten kann.

    Zu 2. Guck dir mal bitte Minority Report an, es sieht so aus als hätte den Film Audi gedreht, ganz zu schweigen von James Bond, das man für diese Massenwerbung aus allen bereichen überhaupt noch Geld bezahlen soll, ist eine frechheit. Ich glaube da kann ich hin und wieder mal einen Appel im Augenwinkel ertragen.

    Zu 3 und 4. kann sein das ich mich irre aber der Bestandteil dieser Berichte sind doch Apple-Produkte, oder? Also können sie doch ihr gutes Recht einfordern, das ihnen da niemand reinpfuscht. BMW bietet doch auch keine Motoren für Mercedes an.

    Zu 5. kann ich nichts sagen, bei meinem Apple (MacBook, iPod) läuft alles hervorragend, Musik, Filme, Bilder, Texte.

    Warum bist du nur so voller Hass gegen eine Firma? Haben sie dich mal abgelehnt oder rausgeschmissen? Du verbringst soviel Zeit damit, gibt es für dich denn nichts wichtigeres im Leben, als Apple eins auszuwischen?

  • 6 Macbook in Holz: Apple-Nutzer sind auch Menschen! // 6. 1. 2009 um 18:50

    […] zeitgeist hat sich vorgenommen in 2009 Apple-Nutzer nicht mehr so drastisch zu diskriminieren. Schließlich sich Apple-Fans ja auch Menschen, sie können nichts […]

  • 7 Seppi_93 // 3. 8. 2011 um 21:24

    Ich persönlich finde aber noch ein anderen Skandal sehr krass: Was das Musikdownloadportal iTunes von Apple angeht. Die sind ja Weltmarktfüherer schon schon allein weil um einen iPod/iPhone usw. nutzen zu können man dieses Programm braucht (was leider mittlerweile auch andere Firmen, bspw. MS Zune nachmachen). Der größte Konkurrent zur Zeit mag Amazon MP3 zu sein, bei dem ich lade und das eigentlich immer günstiger ist (die meisten Songs kosten 97 ct, fast nie mehr eher öfters noch günsiger). Nun wollte Amazon auch Exclusivrechte für manche Alben usw haben (Songs die nur bei diesem Anbieter veröffentlicht werden oder verfrüht erscheinen – bei iTunes schon gang und gebe) was 3 der 4 großen Plattenfirmen zugestimmt hätten (Sony, Universal, Warner). Nur einer hatte was dagegen: Apple. Diese drohten mit Konsequenzen für die Plattenfiormen wenn dies so durchgeführt wird und da bekamen die Plattenfirmen angst, denn Apple hat das absolute Monopol (über 75 % in Amerika wird über iTunes geladen). Ich weiß nur noch das in Amerika eine Organisation bzw Gericht das überprüfen wollte ob das rechtlich korrekt ist aber weiß nicht wie es ausgeht.

    Zur Schleichwerbung: Ich denke keine andere Firma hat mehr Schleichwerbung als Apple gemacht. Die Autoindustrie zusammen hat vielleicht nicht mal so viel ihr Logo platziert als Apple (bei Serien: Dr House, CSI Miami; bei Filmen: Alvin und die Chipmunks und geschätzte 10000 weitere Filme.)